Rohstoffe ohne Ausbeutung
Nicht nur fragen, woher Rohstoffe kommen
Die Diskussion über kritische Rohstoffe darf sich nicht darauf beschränken, neue Quellen für immer mehr Rohstoffe zu erschließen. Wir müssen auch darüber sprechen, wofür und für wen diese Rohstoffe genutzt werden.
Brauchen wir immer mehr private Autos oder einen konsequenten Ausbau eines bezahlbaren und barrierefreien öffentlichen Verkehrs? Brauchen wir ständig neue Produkte oder langlebige und reparierbare Produkte, die tatsächlich lange genutzt werden können?
Eine andere Rohstoffpolitik bedeutet deshalb auch, den gesamten Materialverbrauch deutlich zu senken.
Kreislaufwirtschaft statt immer mehr Abbau
Es braucht verbindliche europäische Ziele zur Reduzierung des Materialverbrauchs und ein gerechtes Kreislaufwirtschaftsmodell. Effizientere Ausbeutung allein löst das Problem nicht.
Projekte, Lieferketten und die tatsächliche Nutzung von Rohstoffen müssen transparent sein. Nur so werden ihre Umwelt und Sozialfolgen sichtbar und können öffentlich kontrolliert werden.
Menschenrechte und Umweltstandards schützen
Die Rechte indigener Gemeinschaften müssen verbindlich gelten. Dazu gehört das Prinzip der freien, vorherigen und informierten Zustimmung.
Umweltstandards dürfen nicht im Namen eines schnelleren Rohstoffabbaus aufgeweicht werden. Rohstoffpolitik muss unter demokratische und öffentliche Kontrolle gestellt werden.
Die Klimakrise wird nicht durch immer mehr Ausbeutung gelöst. Mensch und Natur müssen vor Profit gestellt werden.
Rohstoffabbau ohne Mitsprache gefährdet Umwelt und Demokratie. Martin Günther fordert Transparenz, Recycling und starke Solidarität mit den Protesten. Weiterlesen
Fast Fashion belastet Beschäftigte, Umwelt sowie Recycling. Eine echte Kreislaufwirtschaft braucht ein EU-Verbot für giftige Chemikalien in Textilien. Weiterlesen
Der Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle braucht klare Zahlen: Fossile Subventionen müssen transparent werden und endlich auslaufen. Weiterlesen



