Klimagerechtigkeit
Die Klimafrage ist eine soziale Frage
Die Folgen der Klimakrise treffen nicht alle Menschen gleich. Während wenige Menschen und große Konzerne einen besonders hohen Anteil an den Emissionen haben, leiden viele andere schon heute unter den Folgen. Gleichzeitig tragen Menschen mit geringerem Einkommen oft weniger zur Klimakrise bei, sind aber stärker von ihren Auswirkungen betroffen.
Für mich ist deshalb klar: Klimapolitik muss sozial gerecht sein. Wer die größte Verantwortung für die Klimakrise trägt, muss auch stärker für ihre Bewältigung aufkommen. Dazu gehören eine stärkere Besteuerung großer Vermögen, die Abschöpfung von Übergewinnen fossiler Konzerne und die Begrenzung von Luxusemissionen.
Klimaschutz darf nicht zur sozialen Belastung werden
Der notwendige Umbau unserer Wirtschaft darf nicht auf Kosten der Menschen gehen. Steigende Heiz- und Spritpreise treffen besonders diejenigen, die ohnehin wenig finanziellen Spielraum haben. Eine Klimapolitik, die die Kosten vor allem auf Verbraucher*innen abwälzt, ist deshalb der falsche Weg.
Stattdessen braucht es öffentliche Investitionen in erneuerbare Energien, Bahn und öffentlichen Verkehr, Gebäudesanierung und die Umstellung der Industrie. Energiepreise müssen bezahlbar bleiben. Der Wandel muss öffentlich, demokratisch und solidarisch organisiert werden.
Klimagerechtigkeit endet nicht an Europas Grenzen
Europa trägt auch international Verantwortung. Klimafinanzierung für den Globalen Süden, einschließlich Mitteln für Schäden und Verluste sowie Schuldenerlassen, ist unverzichtbar. Gleichzeitig muss Europa mit Klimakolonialismus brechen.
Rohstoffabbau, Landnahmen und die Verlagerung von Emissionen dürfen nicht dazu führen, dass die Kosten der europäischen Transformation andernorts getragen werden. Klimagerechtigkeit bedeutet deshalb auch faire Lieferketten, Menschenrechte und echte Unternehmensverantwortung.
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