Für Euch im Europäischen Parlament
Newsletter im Sommer

Liebe Mitstreiter*innen, 

bevor wir uns in die Sommerpause verabschieden, möchten wir noch einmal auf die parlamentarische Arbeit der vergangenen Wochen zurückblicken. Im Mittelpunkt stehen dabei die Folgen extremer Hitze in Europa und die Frage, wie wir Menschen besser schützen können, ebenso wie die Ausstellung zur Westsahara, die den Blick auf Menschenrechte und internationale Verantwortung richtet.
Für die kommenden Wochen wünschen wir euch erholsame freie Tage, schöne Sommerferien und allen, die noch mitten in Prüfungen stecken, viel Kraft und Erfolg.

Martin Günther und Team

 

Inhaltsverzeichnis

 
  1. Global vernetzt
  2. Zahl des Monats
  3. Aus dem Parlament
  4. Dafür kämpfe ich mit Euch
 

Global vernetzt

 

Westsahara: Europas verdrängte Verantwortung

Eine Ausstellung gegen das Schweigen

 

Die Westsahara ist bis heute nicht entkolonialisiert. Große Teile des Landes stehen unter marokkanischer Besatzung. Sahrauische Aktivist*innen berichten von Repression, Vertreibung und einer nahezu vollständigen medialen Blockade. Internationale Journalist*innen und Beobachter*innen erhalten kaum Zugang zu den besetzten Gebieten.

Seit dem erneuten Ausbruch des Krieges im Jahr 2020 hat sich die Lage weiter verschärft. In den freien Gebieten bedrohen Drohnenangriffe das Leben von Zivilist*innen. Gleichzeitig werden die natürlichen Ressourcen der Westsahara ausgebeutet, auch mit wirtschaftlicher und politischer Unterstützung aus Europa.

Mit der Ausstellung „Westsahara – Die letzte Kolonie Afrikas“ wollen wir diesen weitgehend verdrängten Konflikt sichtbar machen. Sie erzählt von der kolonialen Geschichte, der Teilung des Landes und dem jahrzehntelangen Widerstand der Sahrauis. Zugleich richtet sie den Blick auf die Verantwortung der Europäischen Union.

Solidarität bedeutet, das Recht der sahrauischen Bevölkerung auf Selbstbestimmung zu verteidigen und der Besatzung, dem Ressourcenraub und dem politischen Schweigen entgegenzutreten.

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Zahl des Monats

 

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> 175.000 <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

… so viele Menschen sterben in der WHO-Region Europa durchschnittlich jedes Jahr an den Folgen von Hitze! [WHO]

 
 

Aus dem Parlament

 

Hitze tötet und trifft die Ärmsten zuerst

Klimaschutz ist die soziale Frage

 

Mathieu CUGNOT / © European Union 2025 - Source : EP

EP Plenary session - Outcome of the UN Climate Change Conference - Belém (COP30)

Mehr als 175.000 Menschen sterben jedes Jahr in der WHO-Europaregion an den Folgen von Hitze. Trotzdem wird Klimaschutz weiterhin als Belastung dargestellt, während die politischen und sozialen Kosten des Nichthandelns ausgeblendet werden.

Die Klimakrise trifft nicht alle gleich. Wer in schlecht isolierten Wohnungen lebt, im Freien arbeitet, krank oder pflegebedürftig ist, kann sich deutlich schlechter vor extremer Hitze schützen. Gleichzeitig werden öffentliche Dienste und soziale Infrastruktur kaputtgespart, obwohl gerade sie Menschen in Krisen schützen müssen.

Im Europäischen Parlament haben wir deutlich gemacht: Einzelne Warnhinweise und kurzfristige Notfallmaßnahmen reichen nicht aus. Europa braucht konsequenten Klimaschutz, klimaangepasste Städte, widerstandsfähige Gesundheits- und Rettungssysteme sowie öffentliche Investitionen in bezahlbares und hitzesicheres Wohnen.

zu Martins Rede im Parlament
 
 

Dafür kämpfe ich mit Euch

 

Frauen tragen die Folgen der Klimakrise – Europa muss sozial handeln

14. Juli 2026

 

Klimakrise verschärft soziale und geschlechtliche Ungleichheit. Klimaanpassung braucht starke öffentliche Dienste statt privater Verantwortung allein. Weiterlesen

 

Gegen Rio Tinto: Solidarität mit den Protesten im Jadar-Tal

6. Juli 2026

 

Rohstoffabbau ohne Mitsprache gefährdet Umwelt und Demokratie. Martin Günther fordert Transparenz, Recycling und starke Solidarität mit den Protesten. Weiterlesen

 

Kreislaufwirtschaft: EU muss Schadstoffe in Textilien verbieten

23. Juni 2026

 

Fast Fashion belastet Beschäftigte, Umwelt sowie Recycling. Eine echte Kreislaufwirtschaft braucht ein EU-Verbot für giftige Chemikalien in Textilien. Weiterlesen

 

Gegen das Frankenfood-Modell: Europa braucht Transparenz statt Konzernmacht

16. Juni 2026

 

Neue Gentechnik darf nicht im Blindflug auf den Teller kommen: Transparenz, Saatgutkontrolle und Verbraucherrechte müssen Vorrang haben. Weiterlesen

 

Verspätete Flüge, weniger Entschädigung? Warum die EU Fluggastrechte stärken muss

2. Juni 2026

 

Die EU darf Fluggastrechte nicht schwächen: Entschädigungen, Anschlussflüge und Verbraucherschutz müssen Vorrang vor Airline-Profiten haben. Weiterlesen

 

 

Impressum

MdEP Martin Günther
Rue Wiertz 60
1047 Bruxelles
martin.guenther@europarl.europa.eu

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