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Während Haushalte ächzen, verdienen Öl- und Gaskonzerne Millionen pro Stunde
Während Menschen ihre Rechnungen kaum zahlen können, kassieren Öl- und Gaskonzerne Millionen. Europa muss raus aus fossiler Abhängigkeit.
30 Millionen Dollar pro Stunde: Fossile Konzerne verdienen an der Krise
Während viele Menschen in Europa kaum wissen, wie sie ihre Strom- und Energierechnungen bezahlen sollen, läuft bei den größten Öl- und Gasunternehmen die Gewinnmaschine heiß. Im ersten Monat des Krieges im Iran haben die 100 weltweit führenden Öl- und Gasunternehmen stündlich mehr als 30 Millionen US-Dollar an zusätzlichen Gewinnen eingefahren.
Das ist kein Randaspekt der Energiepolitik. Das ist der Skandal.
Jede neue Krise zeigt, wie brutal das fossile Energiesystem funktioniert: Menschen zahlen höhere Preise, öffentliche Haushalte geraten unter Druck, und die Konzerne, die von Öl und Gas profitieren, machen Zusatzgewinne in Millionenhöhe. Fossile Abhängigkeit bedeutet nicht nur mehr CO₂. Sie bedeutet auch, dass Krisen zur Einnahmequelle für diejenigen werden, die längst viel zu lange am alten Energiesystem verdienen.
Fossile Abhängigkeit macht Energie unsicher und teuer
Der Krieg im Iran hat Europas Verwundbarkeit erneut offengelegt. Solange Europa an Öl und Gas hängt, bleiben Energiepreise anfällig für geopolitische Schocks. Was auf den Weltmärkten passiert, kommt am Ende bei den Menschen an: auf der Stromrechnung, beim Heizen, beim Weg zur Arbeit.
Wer Energiesicherheit ernst nimmt, darf diese Abhängigkeit nicht weiter verwalten. Europa muss sie beenden.
Der schnelle Ausbau erneuerbarer Energien ist deshalb keine technische Detailfrage. Er ist eine soziale Notwendigkeit. Er entscheidet mit darüber, ob Energie bezahlbar bleibt oder ob fossile Konzerne auch in der nächsten Krise wieder Kasse machen.
Erneuerbare schneller ausbauen, aber nicht blind deregulieren
Die EU-Kommission will Genehmigungsverfahren für Energieinfrastruktur beschleunigen. Das betrifft erneuerbare Energien, Netze, Speicher, Wasserstoffinfrastruktur und Ladeinfrastruktur. Mehr Tempo ist nötig, denn ohne neue Infrastruktur gelingt der Ausstieg aus Öl und Gas nicht.
Aber Beschleunigung darf nicht heißen: Umweltprüfungen schleifen, Beteiligungsrechte schwächen und sensible Standorte erst dann prüfen, wenn der Konflikt schon da ist. Eine schlecht geplante Förderung erneuerbarer Energien bringt den Ausbau nicht automatisch voran. Sie kann Projekte sogar ausbremsen, wenn Verfahren unsauber sind, Konflikte eskalieren und Akzeptanz verloren geht.
Gute Planung schützt Klima, Natur und Menschen
Wer erneuerbare Energien wirklich schneller ausbauen will, muss Projekte besser planen. Sensible Aufstellorte müssen frühzeitig ausgeschlossen werden. Umweltprüfungen müssen solide bleiben. Bürger*innen müssen beteiligt werden, bevor Entscheidungen praktisch schon gefallen sind.
Gute Planung ist kein Hindernis für die Energiewende. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Projekte halten, rechtssicher sind und vor Ort getragen werden.
Die Antwort auf fossile Krisengewinne darf deshalb nicht ein Abbau von Umwelt- und Beteiligungsrechten sein. Die Antwort muss sein: raus aus Öl und Gas, rein in erneuerbare Energien – sozial gerecht, demokratisch und naturverträglich.
Keine weiteren Krisengewinne mit Öl und Gas
Die Zahl von 30 Millionen Dollar zusätzlichem Gewinn pro Stunde zeigt, wie falsch das fossile System läuft. Es belohnt diejenigen, die von Unsicherheit, Krieg und Preisschocks profitieren. Gleichzeitig zahlen Millionen Menschen die Rechnung.
Europa darf nicht länger Politik für ein Energiesystem machen, das Krisen in Konzerngewinne verwandelt. Der Ausbau erneuerbarer Energien muss schneller werden. Aber er muss so gestaltet werden, dass er Menschen entlastet, Umwelt schützt und die fossile Abhängigkeit wirklich beendet.
