Für Euch im Europäischen Parlament
Newsletter im Mai

Foto : Rosa-Luxemburg-Stiftung Quito

Liebe Mitstreiter*innen,

der 1. Mai liegt hinter uns, aber die Fragen, die wir auf die Straßen getragen haben, bleiben hochaktuell: Wer zahlt den Preis für Krise, Krieg und steigende Lebenshaltungskosten? Während viele Menschen jeden Euro zweimal umdrehen müssen, wachsen Konzerngewinne, Vermögen und der politische Druck auf soziale Rechte. Der 1. Mai ist ein solidarisches Zeichen dafür, dass wir uns nicht gegeneinander ausspielen lassen, nicht entlang von Herkunft, Beruf, Geschlecht oder Wohnort. Wir stehen gemeinsam für gute Arbeit, bezahlbare Energie, soziale Sicherheit und eine Politik, die die Interessen der Vielen über die Profite weniger stellt. Genau daran wollen wir in Europa weiter anknüpfen.

Martin Günther

 

Inhaltsverzeichnis

 
  1. Global vernetzt
  2. Zahl des Monats
  3. Aus dem Parlament
  4. Dafür kämpfe ich mit Euch
 

Global vernetzt

 

Martins politischer Reisebericht aus Südamerika

Der fossile Ausstieg darf nicht länger warten

 

Die Klimakrise scheitert nicht am fehlenden Wissen, nicht an Technologien und nicht an Finanzierungsinstrumenten. Sie scheitert an politischen Entscheidungen. Wie wichtig es ist, dass wir unsere Kämpfe für sozial-ökologische Gerechtigkeit global miteinander verbinden, wurde in Ecuador und Kolumbien deutlich.

Wer die Pariser Klimaziele ernst nimmt, darf nicht nur über Emissionen sprechen, sondern muss Öl, Gas und Kohle selbst ins Zentrum der Debatte stellen. Ein zentraler Hebel dafür ist der Abbau fossiler Subventionen. Weltweit fließen weiterhin enorme Summen in die Unterstützung fossiler Brennstoffe, während der Ausbau erneuerbarer Energien und klimaneutraler Industrie viel zu langsam vorankommt.

Deutschland sollte deshalb COFFIS beitreten, der internationalen Koalition zum Abbau fossiler Anreize. Auch die EU muss transparenter machen, wo europäische Gelder fossile Abhängigkeiten stützen. Gleichzeitig braucht es klare Schritte gegen Mechanismen, mit denen fossile Konzerne Klimapolitik ausbremsen können. Santa Marta zeigt: Ein verbindlicher, gerechter und international koordinierter Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle ist möglich. Jetzt müssen Deutschland und EU politisch liefern.

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Zahl des Monats

 

30.000.000 USD


…so viel zusätzliche Gewinne haben die 100 größten Öl- und Gasunternehmen pro Stunde im ersten Monat des Krieges im Iran eingefahren! [Der Freitag]

 
 

Aus dem Parlament

 

Fossile Krisengewinne stoppen

 

Während viele Menschen in Europa mit hohen Energiepreisen kämpfen, verdienen fossile Konzerne weiter an der Krise: Im ersten Monat des Krieges im Iran haben die 100 größten Öl- und Gasunternehmen stündlich mehr als 30 Millionen US-Dollar an zusätzlichen Gewinnen eingefahren. Das zeigt, wie das fossile Energiesystem funktioniert: Unsicherheit, Krieg und Preisschocks werden zur Einnahmequelle für Konzerne.

Europa muss deshalb raus aus Öl und Gas und den Ausbau erneuerbarer Energien deutlich beschleunigen. Dafür braucht es neue Netze, Speicher, Wasserstoff- und Ladeinfrastruktur. Aber Beschleunigung darf nicht heißen, Umweltprüfungen zu schleifen oder Beteiligungsrechte zu schwächen. Schlechte Planung kann Projekte ausbremsen, Konflikte verschärfen und Akzeptanz zerstören.

Gute Planung ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Energiewende: sensible Standorte früh ausschließen, Umweltprüfungen solide durchführen und Bürger*innen rechtzeitig beteiligen. So werden Erneuerbare schneller ausgebaut – sozial gerecht, demokratisch und naturverträglich.

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Dafür kämpfe ich mit Euch

 

Frauen tragen die Folgen der Klimakrise – Europa muss sozial handeln

14. Juli 2026

 

Klimakrise verschärft soziale und geschlechtliche Ungleichheit. Klimaanpassung braucht starke öffentliche Dienste statt privater Verantwortung allein. Weiterlesen

 

Gegen Rio Tinto: Solidarität mit den Protesten im Jadar-Tal

6. Juli 2026

 

Rohstoffabbau ohne Mitsprache gefährdet Umwelt und Demokratie. Martin Günther fordert Transparenz, Recycling und starke Solidarität mit den Protesten. Weiterlesen

 

Kreislaufwirtschaft: EU muss Schadstoffe in Textilien verbieten

23. Juni 2026

 

Fast Fashion belastet Beschäftigte, Umwelt sowie Recycling. Eine echte Kreislaufwirtschaft braucht ein EU-Verbot für giftige Chemikalien in Textilien. Weiterlesen

 

Gegen das Frankenfood-Modell: Europa braucht Transparenz statt Konzernmacht

16. Juni 2026

 

Neue Gentechnik darf nicht im Blindflug auf den Teller kommen: Transparenz, Saatgutkontrolle und Verbraucherrechte müssen Vorrang haben. Weiterlesen

 

Verspätete Flüge, weniger Entschädigung? Warum die EU Fluggastrechte stärken muss

2. Juni 2026

 

Die EU darf Fluggastrechte nicht schwächen: Entschädigungen, Anschlussflüge und Verbraucherschutz müssen Vorrang vor Airline-Profiten haben. Weiterlesen

 

 

Impressum

MdEP Martin Günther
Rue Wiertz 60
1047 Bruxelles
martin.guenther@europarl.europa.eu

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