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Klimaschutz jetzt finanzieren statt die nächste Generation zahlen zu lassen
Wer heute beim Klimaschutz spart, verschärft soziale Ungleichheit und lädt die Kosten künftigen Generationen auf.
Klimaschutz jetzt finanzieren statt die nächste Generation zahlen zu lassen
Wer heute beim Klimaschutz zögert, verschärft nicht nur die Klimakrise, sondern auch soziale Ungleichheit. Eine neue Studie der New Economic Foundation macht deutlich: Ohne zusätzlichen Klimaschutz wird die Staatsverschuldung Deutschlands bis 2050 deutlich höher ausfallen. Die Rechnung dafür zahlen am Ende vor allem diejenigen, die schon heute am wenigsten haben.
Klimaschutz ist auch ökonomische Vernunft
Die Studie zeigt, was längst klar sein müsste: Nicht zu handeln wird teurer, als rechtzeitig zu investieren. Fehlender Klimaschutz verursacht enorme Folgekosten – für Infrastruktur, soziale Sicherungssysteme und öffentliche Haushalte. Wer heute spart, verschiebt die Lasten in die Zukunft.
Besonders bitter ist das für Menschen mit wenig Geld. Sie sind von den Folgen der Klimakrise am stärksten betroffen und können steigende Kosten, extreme Wetterlagen oder soziale Unsicherheit am wenigsten abfedern. Klimaschutz ist deshalb nicht nur eine ökologische, sondern auch eine soziale Frage.
Kürzungen bei Klima und Umwelt wären der falsche Weg
Umso problematischer ist, dass die EU-Kommission laut Martin Günther im kommenden mehrjährigen Finanzrahmen ausgerechnet bei Klima und Umwelt kürzen will. Das wäre ein politischer Irrweg. Gerade in einer Zeit wachsender sozialer und ökologischer Krisen braucht es mehr öffentliche Investitionen – nicht weniger.
Wer den sozialen Zusammenhalt in Europa sichern will, darf Klimapolitik nicht gegen soziale Gerechtigkeit ausspielen. Beides gehört zusammen: wirksamer Klimaschutz und ein handlungsfähiger Sozialstaat.
Klimasozialfonds darf nicht ausgehöhlt werden
Besonders scharf kritisiert wird der Plan, 30 Prozent der vorgesehenen Einnahmen des Klimasozialfonds in den allgemeinen Haushalt zu verschieben. Damit würden Mittel geschwächt, die eigentlich dafür gedacht sind, soziale Härten der Klimapolitik abzufedern.
Statt den Klimasozialfonds auszuhöhlen, braucht es gezielte Investitionen, die Menschen entlasten und den ökologischen Umbau voranbringen. Wer Klimaschutz ernst meint, muss ihn sozial absichern und ausreichend finanzieren.
Klar ist: Jetzt in Klimaschutz zu investieren entlastet nicht nur kommende Haushalte, sondern schützt auch den sozialen Zusammenhalt. Wer heute nicht handelt, macht die Krise von morgen noch teurer.

